Pressemitteilung vom 20.10.2015: Kein zweites Köln!

Bif e.V. verurteilt Morddrohung gegen Bernauer Bürgermeister

Wir können es nicht fassen! Deutlicher konnte die Botschaft nicht sein:
„zuerst Henriette Reker dann André Stahl“ stand mit schwarzer Schrift
geschmiert an einer Hauswand in Bernau.
Eine deutliche Morddrohung gerichtet an den Bürgermeister André Stahl (Die Linke),
nachdem Henriette Reker, die frischgewählte Oberbürgermeisterin von Köln, am Samstag
Opfer eines neonazistischen Angriffes geworden war.

Wir, die Jugendbildungs- und Freizeitinitiative Bernau (bif), sind
geschockt über diese, ganz offensichtlich neonazistische Hetze gegen
André Stahl. Als wäre es nicht genug, dass in den letzten Monaten fast
tagtäglich Neonazis und RassistInnen in Brandenburg aufmarschieren und
ihre rassistischen Parolen verbreiten, nun wird André Stahl bedroht.

Wir kennen André Stahl als einen engagierten Demokraten, der sich
einsetzt für seine Mitmenschen. Während auf anderen Seiten der Politik
die Schließung der Grenzen gefordert wird, zeigt Stahl, wie auch Reker
Menschlichkeit. Sie stehen für Hilfe geflüchteter Menschen und für ein friedliches
und demokratisches Zusammenleben.
Der Mordversuch an Reker und die Bedrohung Stahls sind Ausdruck einer engstirnigen,
weltfremden und zu tiefst zu verurteilenden rechten Ideologie!

Bernau hat kein Platz für RassistInnen und Neonazis! Der Angriff macht
für uns mehr denn je deutlich, dass eine Solidarität gegenüber
Geflüchteten notwendig ist. Wir danken André Stahl für seine
Unterstützung und wünschen uns weiterhin eine solidarische und an den
Bedürfnissen der Geflüchteten orientierten Aufnahme, Unterbringung und
Begleitung in Bernau!

Jugendbildungs- und Freitzeitinitiative Bernau e.V.
i.A. Benno Schwigon, Vorstand.