Pressemitteilung: Dosto erneut von Nazis angegriffen

In der Nacht vom 15.07 zum 16.07 haben Nazis das Auto des Dosto und einen selbstgebauten Pavillon beschädigt, sowie eine Feuertonne entwendet. Zu dem lagen einige hundert NPD-Flyer vor dem Eingang des Dosto und auf dem Kulturhof. Wir sehen dieses Vorgehen als Antwort auf unser antifaschistisches Solikonzert vom 13.07.2012.

Dies ist inzwischen die 3. Aktivität von Nazis in den letzten Wochen, welche direkt in Verbindung mit dem Dosto gebracht werden kann. So wurde auf dem Hussitenfest 2012 unser Getränkestand, dessen Aktive und Besucher_innen mehrfach von Nazis angegriffen. Dabei wurde ein Jugendlicher geschlagen, eine weitere Jugendliche bespuckt und mehrere Personen bedroht und beschimpft. Außerdem wurde die Fahne des Jugendtreffs vom Stand heruntergerissen.

Wir werden uns von dieser erneuten eindeutigen Bedrohung der Nazis nicht einschüchtern lassen und uns weiterhin entschlossen gegen diese stellen, damit es nicht wieder zu einem Anschlag wie 2005 kommt, bei dem während einer Geburtstagsfeier im Dosto an einem Fenster eine Rohrbombe gezündet wurde. Verletzt wurde damals nur durch Glück niemand.

Wie die Anschläge auf das "Anton-Schmaus-Haus" in Berlin-Neukölln (27.06.2011 und 9.11.2011) und die "Baracke" in Falkensee (13.02.2012) zeigen, schrecken Nazis auch vor möglichen Todesopfern nicht zurück. Antifaschistisches Engagement ist daher weiterhin wichtig um den Nazis keinen Raum zu lassen, ihre menschenverachtene Ideologie zu verbreiten.

Nachdem wir auf der Stadtverordnetenversammlung am 28. Juni von den Naziübergriffen auf dem Hussitenfest berichteten, wurde uns das Interesse der Stadt Bernau einer Zusammenarbeit mit Jugendlichen des Dostos signalisiert. Nach diesem erneuten Angriff muss die Zusammenarbeit mit der Stadt forciert werden muss. Wir hoffen, das die Zusammenarbeit mit der Stadt erfolgreich ausgebaut werden kann.

Anzeigen wegen Sachbeschädigung und Diebstahl wurden gestellt.

Euer BiF e.V.