Erklärung der Barnimer Kampagne „Light me Amadeu“

Den Verantwortlichen und den Jugendlichen im Dosto wünschen wir starke Nerven und viel Unterstützung für die Auseinandersetzung mit denen, die den Jugendtreff trotz seiner breit aufgestellten Jugendarbeit pauschal angreifen, um ihn zahm oder geschlossen zu sehen.

Der jüngst bekannt gewordene rassistische Mord- und Anschlagsterror von Nazis quer durch Deutschland verdeutlicht erneut die Gefahren, die nicht nur diejenigen betreffen, die direkt vom Hass faschistischer Ideologie bedroht sind, sondern alle Menschen, wie z.B. die junge Polizistin Michele Kiesewetter.

Viele Menschen wollen sich gegen rassistische Gewalt und rassistisches Denken stellen. Jedoch herrscht große Unsicherheit darüber, was Rassismus ist, wie er entsteht und wie ihm begegnet werden kann. Wir von der Kampagne „Light me Amadeu“ haben dafür weder den Stein der Weisen noch Patentrezepte. Aber wir versuchen seit Jahren, uns und andere besonders für alltägliche und strukturelle Erscheinungsformen von Rassismus zu sensibilisieren und dagegen zu protestieren. Dafür fanden wir bei Leuten aus dem Dosto wegen ihrer klaren antifaschistischen Position immer Verständnis und Unterstützung.

Uns ist wichtig, dass sich alle Kräfte verbünden, denen das gemeinsame Eintreten für Menschlichkeit, Demokratie und Freiheit am Herzen liegt. Wir müssen und können nicht alle mögen, die sich gegen Faschismus und Rassismus engagieren, aber wir können und sollten uns respektieren und nicht gegeneinander arbeiten.

Barnimer Kampagne „Light me Amadeu“
im November 2011