Erklärung von Uta Mader

Aus vollem Herzen unterstütze ich DOSTO, das als selbstverwalteter Jugendklub in Bernau eine unverzichtbar wichtige Aufgabe erfüllt. Seine regelmäßigen Angebote sind unter „Dostowoche“ aufgeführt und zeigen die Vielseitigkeit der geleisteten Jugendarbeit, z.B. Kreativwerkstatt, Artistik, Hausaufgabenhilfe.
Mir ist bekannt, dass es persönliche Angriffe auf den Jugendklub gibt, deren Urheber (s. MOZ-Artikel, s. Protokolle der Stadtverordnetenversammlung SVV) schon seit Jahren jede Gelegenheit zur unsachlichen Kritik an diesem Jugendklub nutzen.
Ich nenne diese Kritik deshalb unsachlich, weil die von den Kritikern vorgebrachten unbestimmten Vorwürfe bisher durch nichts bewiesen sind. Ein Beispiel möchte ich nennen.
In der Einwohnerfragestunde der SVV am 28.9.11 wurde von einer Freundin von Herrn Vida über angebliche Beschimpfungen durch eine Person berichtet, von der sofort behauptet wurde, dass sie Mitglied des Dosto ist.
Es gibt weder Zeugen für die Beschimpfung noch eine Anzeige. Es ist nicht geklärt, ob diese Person mit Dosto in Beziehung steht. Der Bürgermeister kündigt an, dass dieser, wie ähnlich gelagerte Vorwürfe geprüft werden.
Das ist zu begrüßen.
Nicht verständlich ist es aber, dass es auch in der SVV Vorverurteilungen auf Grund von unbewiesenen Tatsachenbehauptungen gegeben hat und sogar die Verwendung von städtischen Geldern für die Jugendarbeit von einzelnen Abgeordneten problematisiert wurde.
Sieht man sich die Kommentarseiten zu den einzelnen MOZ-Artikeln an, dann wird allerdings deutlich, dass es vor allem das Antinazi-Engagement des Jugendklubs ist, welches einigen Mitgliedern der „Unabhängigen“ und der „Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegungen/Freie Wähler“ nicht passt.

Das Engagement der Bernauer im Mai 2010 hat verdeutlicht, dass die Ablehnung von Neofaschismus in der Bevölkerung weit verbreitet und tief verwurzelt ist.
Die Zustimmung zu Antinaziprotesten ist groß.
Das Dosto hat sich an friedlichen Protesten gegen Naziaufmärsche in Bernau, Dresden und Neuruppin gemeinsam mit der Antifa Bernau beteiligt und das verdient unsere Hochachtung.
Diese jungen, engagierten Menschen geben uns Hoffnung, dass die Zivilgesellschaft verteidigt werden kann.
Informieren wir uns genau über die Vorwürfe, die gegen Dosto gerichtet werden.
Das ist gut möglich, denn die Arbeit der jungen Leute ist basisdemokratisch, konsensbetont und transparent. Jeder kann sich ein eigenes Bild machen, den Vorwürfen auf den Grund gehen und Argumente und Fakten verbreiten.

Dr. Uta Mader
1.11.2011