Stellungnahme des Utopia e.V. Frankfurt (Oder) zu den Vorwürfen gegen den Jugendclub Dosto (biF e.V.) Bernau

In der – bedauernswerterweise sehr einseitigen – Presse konnten in
den letzten Wochen die Vorwürfe, welche sich gegen den Jugendclub
„DOSTO“ und seinen Trägerverein „bif e.V.“ richten, verfolgt werden.
Maßgeblich für die Entwicklung dieser Vorwürfe scheinen die
Probleme, die Peter Vida, Mitglied der Stadtverordnetenversammlung
(„Unabhängige Fraktion“) mit dem Jugendtreff hat. Hintergrund für die
Vorwürfe ist unter anderem die „Barnimer Antifa Recherche“. Diese
Broschüre dokumentiert rechte Aktivitäten in der Region Barnim und
verweist unter anderem darauf, dass Peter Vida im Jahr 2008 mit der
rechtspopulistischen „Schill-Partei“ eine Fraktion bildete und in der
ebenfalls rechtspopulistischen Vereinigung „BVB/50+“ aktiv war.

Das „DOSTO“ nahm zu den erhobenen Vorwürfen bereits ausführlich
Stellung (einzusehen auf http://dosto.dosto.de/node/1036). In der
Berichterstattung seitens der Medien blieb diese Erklärung nahezu
unberücksichtigt.
Der Jugendclub „DOSTO“ engagiert sich seit Jahren in der Region
Bernau. Er bietet vielen Jugendlichen täglich die Möglichkeit für eine
alternative Freizeitgestaltung. In der antirassistischen und
antifaschistischen Kultur-, Bildungs- und Jugendarbeit sehen wir uns
mit dem „DOSTO“ seit mehreren Jahren verbunden.
Mit den Vorwürfen einher geht die Infragestellung der Finanzierung
von politisch, kreativen und kulturellen Projektideen für das
„DOSTO“. Darüber hinaus diskreditieren sie die Initiative und das
Engagement des Jugendclubs. Eine solche Form der
Auseinandersetzung mit linksalternativen Positionen, wie sie seitens
einiger Stadtverordneter Bernaus geführt wird, ist nicht akzeptabel.
Die Diffamierung von linksalternativen Einrichtungen ist mittlerweile
Trend in Brandenburgs rechtspopulistischen Flügel.
Antifaschistisches Engagement wird als Bedrohung für die
Zivilgesellschaft dargestellt. Es ist bedauerlich, dass die
Unterstützung von antifaschistischen Gruppen in einem freiheitlich
demokratischen System einer Rechtfertigung bedarf, da dies sich
doch eigentlich gegenseitig bedingen sollte.
Wir erklären uns daher solidarisch mit dem Jugendclub „DOSTO“ und
seiner Arbeit. Wir fordern ein Ende der für den Jugendclub
schädigenden Vorwürfe.