Weblog von Katrin

kurzfristiger Spendenaufruf

Spendenaufruf!

Am 25.10.15 werden junge Leute aus dem Jugendtreff Dosto ihre Ferien/ihren Urlaub nutzen, um in der Balkanregion flüchtende Menschen mit warmer und regenfester Kleidung sowie mit Lebensmitteln zu versorgen.
Dort spielen sich momentan furchtbare Dramen ab. Flüchtende Menschen haben ihr zu Hause verlassen, um Krieg, Hunger und Verfolgung zu entgehen. Auf viel zu kleinen und unsicheren Booten überqueren diese Menschen das Mittelmeer, um dann den langen Marsch nach Europa aufzunehmen.
Die Bilder in den Medien über die unsäglichen Zustände lügen nicht. Menschen, die im Regen bei Kälte Tag und Nacht im Freien verbringen. Zum Teil mit Sandletten, Kinder, die weinen, weil sie frieren, Hunger haben und am Ende ihrer Kräfte sind.
Die Sachspendenbereitschaft ist im ganzen Land groß, aber es fehlt an helfenden Menschen in diesen Gebieten.
So wurde schnell entschieden, Spenden zu sammeln und in Kooperation mit Hilfsorganisationen Vorort an den EU Außengrenzen die flüchtenden Menschen mit dem Notwendigsten zu versorgen.
Die Spendenbereitschaft hier in Bernau für warme Kleidung Regenkleidung war bisher sehr groß. Viel Unterstützung kommt aus Strausberg, danke auch an euch. Alles, was bei uns abgegeben wird, wird noch einmal sortiert und dann verpackt und mitgenommen.
An allen Menschen, die diese Aktion mit Sachspenden unterstützen, bedanken wir uns sehr. Eure Spenden werden gebraucht und kommen genau dort an.
Lebensmittel für Flüchtlinge müssen Vorort gekauft werden. Dafür benötigen wir dringend Geldspenden.
Wer noch kurzfristig Geld spenden möchte:

Pressemitteilung vom 20.10.2015: Kein zweites Köln!

Bif e.V. verurteilt Morddrohung gegen Bernauer Bürgermeister

Wir können es nicht fassen! Deutlicher konnte die Botschaft nicht sein:
„zuerst Henriette Reker dann André Stahl“ stand mit schwarzer Schrift
geschmiert an einer Hauswand in Bernau.
Eine deutliche Morddrohung gerichtet an den Bürgermeister André Stahl (Die Linke),
nachdem Henriette Reker, die frischgewählte Oberbürgermeisterin von Köln, am Samstag
Opfer eines neonazistischen Angriffes geworden war.

Wir, die Jugendbildungs- und Freizeitinitiative Bernau (bif), sind
geschockt über diese, ganz offensichtlich neonazistische Hetze gegen
André Stahl. Als wäre es nicht genug, dass in den letzten Monaten fast
tagtäglich Neonazis und RassistInnen in Brandenburg aufmarschieren und
ihre rassistischen Parolen verbreiten, nun wird André Stahl bedroht.

Wir kennen André Stahl als einen engagierten Demokraten, der sich
einsetzt für seine Mitmenschen. Während auf anderen Seiten der Politik
die Schließung der Grenzen gefordert wird, zeigt Stahl, wie auch Reker
Menschlichkeit. Sie stehen für Hilfe geflüchteter Menschen und für ein friedliches
und demokratisches Zusammenleben.
Der Mordversuch an Reker und die Bedrohung Stahls sind Ausdruck einer engstirnigen,
weltfremden und zu tiefst zu verurteilenden rechten Ideologie!

Bernau hat kein Platz für RassistInnen und Neonazis! Der Angriff macht
für uns mehr denn je deutlich, dass eine Solidarität gegenüber
Geflüchteten notwendig ist. Wir danken André Stahl für seine
Unterstützung und wünschen uns weiterhin eine solidarische und an den

Versuchter Neonaziangriff auf Jugendtreff DOSTO

Am Mittwochnachmittag haben Neonazis der NPD, der "Barnimer Freundschaft" und "A3stus"
versucht in unseren Jugendtreff einzudringen. Für uns ist das eine neue Stufe der Bedrohung, denn
nun werden auch unsere täglichen Besucher_innen, Kinder und Jugendliche, die den Jugendtreff als
Schutz- und Freiraum besuchen, akut gefährdet.
Das schnelle Regieren unserer Sozialpädagog_innen hat vermutlich Schlimmeres an diesem
Mittwoch verhindert. Die sieben Neonazis wurden bereits am Eingang abgefangen und ihnen wurde
der Zutritt in den Jugendtreff verwehrt. Einer der Neonazi Marcel Zech, NPD Gemeindevertreter in
Panketal und Aktivist der gewalttätigen Neonaziclique "Barnimer Freundschaft", hielt die Tür
energisch fest und wollte sich Zugang ins Gebäude verschaffen. Erst nachdem ihnen mit Polizei
gedroht wurde, ließ er von der Tür ab. Nachdem die Tür versperrt war, machte Aileen Rokohl, NPD
Stadtverordnete in Bernau, Fotos durch das Fenster und postierten sich gemeinsam mit den anderen
Neonazis an der Ausfahrt des Jugendtreffs. Später erfuhren wir, dass die Gruppe ebenfalls über das
Stadtarchiv, mit dem wir das Gebäude teilen, Zutritt zum Jugendtreff verlangt hatten.
Mehrere Angriffe durch Barnimer Freundschaft
Es ist nicht die erste Aktion der Neonazis. Wir kennen sie, da sie mehrfach involviert waren in
Angriffe auf Jugendliche des Treffs und auf das Gebäude selber. Dazu zählen tätliche Übergriffe
während des Hussitenfests 2012, mehrmalige Bedrohungssituationen und Störungen von

Jugendtreff DOSTO bedankt sich bei Hubert Handke Pressemitteilung der Jugendbildungs- und Freizeitinitiative Bernau e.V.

Am kommenden Sonntag wird über die Zukunft unserer Stadt Bernau und
unseres Bürgermeisters Hubert Handke entschieden. Die Jugendbildungs-
und Freizeitinitiative Bernau e.V. (biF e.V.), Träger des Jugendtreff
DOSTO, will sich auf diesem Weg für die Zusammenarbeit und Unterstützung
durch die Stadt Bernau, insbesondere durch Herrn Handke bedanken.

In einem Gespräch am letzten Dienstag bekundeten Vertreter_innen des DOSTOs
und des Vereins in einem persönlichen Gespräch ihren Dank für die
langjährige Zusammenarbeit, die Realisierung und den Umzug in ein neues
Gebäude im Jahr 2007, die Wertschätzung der Arbeit mit Kindern und
Jugendlichen, die Anerkennung der außerschulischen Jugendarbeit und dem
Anspruch politisch wirksam gegen Neonazis, Rassismus und Diskriminierung
einzutreten, die Rückenstärkung bei Anfeindungen von rechtsradikalen und
rechtspopulistischen Akteuren und der Kampagne gegen den Jugendtreff im
Herbst 2011.

„Wir freuen uns, dass Herr Handke uns immer zur Seite stand und unsere
Aktionen wertschätzt. Bspw. die Initiative zur Errichtung des Denkmals für Deserteure
und Kriegsdienstverweigerer.
Im letzten Jahr konnten wir bereits das 15 jährige Bestehen des Bronzereliefs
würdigen.“, berichtet Benno Schwigon, Vorsitzender des biF e.V..

„Herr Handke hat in den vielen Jahren seiner Amtszeit gezeigt, dass er
mit vollem Herzen gegen Faschismus und Nazis eintritt. Sein ehrliches
Engagement schätzen wir an ihm sehr.“, ergänzt Katrin Schudde,
Sozialarbeiterin des Jugendtreff DOSTO.

Neujahrsgrüße und Danksagung

Liebe Unterstützer*innen, Freund*innen, Weggefährt*innen,

2 Jahre ist es her, dass der biF e.V. sich mit einem gerichtlichen Verfahren auseinandersetzen musste und die Jugendarbeit im Jugendtreff öffentlich in Frage gestellt wurde. Immernoch sind Spuren dieser Zeit sichtbar, doch zum Glück konnten wir auch Dank Eurer Unterstützung die Handlungsfähigkeit aufrecht erhalten.

Mit dieser Mail wollen wir nochmals unseren Dank ausdrücken. Es ist gut zu wissen, dass es in schwierigen Zeiten Menschen gibt, die einem zur Seite stehen. Zudem wollen wir einen sehr kurzen Blick auf das letzte Jahr zu werfen, damit ihr sehen könnt, was außerhalb des öffentlichen Fokus stattfand und weshalb es wichtig war und ist, dass es einen emanzipatorischen- selbstverwalteten Jugendtreff in Bernau gibt.

Eine der Hauptarbeiten in diesem Jahr waren die Fassadengestaltung und das Gartenprojekt. Endlich haben wir es geschafft! Der Eingangsbereich ist bunt und ein Hingucker:

In diesem Jahr haben wir mit den Kindern und Jugendlichen ein Gewächshaus gebaut, eigene Tomatenpflanzen gezogen und selbige im Spätsommer geerntet. Für das nächste Jahr ist eine Vergrößerung des Gartens mit noch mehr Gemüseanbau geplant.

Auch in diesem Jahr hat sich das Dosto am Kinderfilmfest und dem langen Tag der Jugendeinrichtungen beteiligt. Für letzteres konnten vom Dosto Kletterer engagiert werden, die Jugendliche vom Hungerturm aus gut 30m abseilten.

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