Weblog von dosto-hp

23. November: Gedenken an Antifaschisten Wolfgang Knabe

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Verband der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN/VdA) und die Antifaschistische Aktion Bernau rufen auf zur Gedenkkundgebung am 23. November, ab 10.30 Uhr am Ehrenmal für die ermordeten Antifaschist_innen in Schönow. Nach einem kurzen Gedenken am Ehrenmal geht es gemeinsam in die Dorfkirche, dort wird es Redebeiträge zum Leben von Wolgang Knabe, seinem Widerstand gegen den Nationalsozialismus und zur aktuellen Situation antifaschistischer Arbeit und der Bedrohung durch Neonazis geben.

Der vollständige Aufruf als pdf zum Ausdruck hier.

Kein Platz für Nazis in Bernau und Umgebung

PM: Rechte Gewalt in Bernau/ Jugendliche verteilen Aufklärungflyer


Die Gewalt durch Nazis ist in Bernau in den letzten Monaten massiv angestiegen. So kam es innerhalb von vier Monaten zu mehreren Körperverletzungen, Schmierereien und Sachbeschädigungen. Am Freitag und Samstag verteilten Antifaschist_innen in Bernau 10.000 Flyer, in denen auf die Zunahme der Gewalt aufmerksam gemacht wurde.

Auf dem Flyer sind einige Fälle rechte Gewalt aufgelistet, darunter ein Vorfall im August, bei dem an mehreren Orten in Bernau der Schriftzug "Anti-Antifa 2Bar5" gesprüht wurde. Betroffen waren u.a. der Club am Steintor, der Jugendtreff DOSTO sowie das Auto einer Angestellten des Jugendtreffs. Hinter dem Kürzel steckt die Bernauer Clique "Barnimer Freundschaft".

Die letzte bekannte Gewalttat ereignete sich am 25. September 2012 am Bernauer Bahnhof. Nazis erpressten zwei Jugendliche und schlugen auf sie ein.

"Wir sehen nicht tatenlos zu, wenn Nazis sich breit machen.", erklären der Jugendtreff DOSTO und die Antifaschistische Aktion Bernau in dem Flugblatt. Weiter heißt es "Wir rufen alle in Bernau und Umgebung lebende Menschen auf, uns Neonaziaktivitäten zu melden sowie selbst gegen rechts aktiv zu werden."

Kein Ort für Nazis in Bernau, der Umgebung oder irgendwo anders!

Konzert am Freitag

Fr, 25.11. - 21 Uhr
Konzert mit Fahnenflucht und Volksdroge H1N1

Sicht des Vorstandes

Die Jugendbildungs- und Freizeitinitiative Bernau e.V. (bif e.V.) ist Träger des Jugendtreffs DOSTO und damit seine rechtliche Form. Ich bin Christin Jänicke und seit zwei Jahren ehrenamtlicher Vorstand des biF e.V.

Mir ist es wichtig, die Struktur des Vereins zu erklären und auf dessen Leitbild einzugehen, welches den Rahmen für die Jugendarbeit und Sozialarbeit des Jugendtreff DOSTO darstellt. Einen Schlenker werde ich außerdem zur politischen Bildungsarbeit machen.

Das DOSTO ist einzigartig in Bernau Dosto steht für "Sehenswürdigkeit" und genau das ist es. Ich lade Alle herzlich ein, sich selbst ein Bild zu machen.

Das Besondere am DOSTO ist, dass Jugendliche, die den Jugendclub besuchen und sich engagieren, sich oftmals innerhalb des Vereins organisieren. Wie Sarah bin ich, seit ich 14 Jahre alt bin, im Club aktiv. Genau diese ehrenamtliche Arbeit von Jugendlichen und jungen Erwachsenen bildet die Basis des Jugendclubs, denn der Verein und damit der Jugendtreff DOSTO lebt vom selbstbestimmten und selbstverwalteten Engagement der Jugendlichen. Um diese Arbeit zu qualifizieren gibt es in regelmäßigen Abständen Versammlungen, an denen alle Engagierten und Interessierten teilnehmen können. Darüber hinaus gibt es zweimal im Jahr gemeinsame Seminare, bei denen es um die Planung von Projekten, Ideensammlung und Konzeptentwicklung, ebenso wie um die Reflexion der bisherigen Projekte geht.

Sicht einer Besucherin

Ich bin Sarah Bergmann, 24 Jahre alt und studiere Jura an der HU. Ich habe vor 10 Jahren das erste Mal einen Fuß ins Dosto gesetzt.

Das Dosto war und ist ein Ort an dem ich mich zu Hause fühle. Ich habe dort mit die beste Zeit meines Lebens verbracht, auf Konzerten, den Hoffesten, der Street-Parade oder bei Selbstverteidigungsseminaren. Bei den Infoabenden habe ich gelernt über den Tellerrand zu gucken und mich weltoffener zu orientieren.

Das Organisieren von Konzertveranstaltungen bzw. mich in den Job der Veranstaltungstechnikerin hineinzufinden hat mir im Nachhinein in meinem Lebenslauf viel genutzt. Ich habe die Lehre zwar letztendlich doch nicht gemacht, sondern habe in England Musikmanagement studiert, aber ohne das Dosto hätte ich im Leben nicht gewusst wohin mit mir nach dem Abitur.

Persönlich war die Konzert AG mein Interessenbereich, meine Freunde und ich konnten uns Demobänder anhören, die Bands, die uns gefielen einladen, Flyer designen, ein Team, das für den Abend sowie das Aufräumen verantwortlich war, zusammen suchen und einen reibungslosen Ablauf für diesen speziellen Abend garantieren. Dabei haben die Sozialarbeiter uns unterstützt, uns Hilfestellungen gegeben sowie auch einfach mal zugehört, wenn es zu Hause oder in der Schule mal nicht so gut lief. Ein offenes Ohr konnte man im Dosto immer finden, daran hat sich übrigens auch nichts geändert.

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