Zu Vorwürfen, Diffamierungen und Kriminalisierung des Inwole e. V.
Wir, der Jugendbildungs- und Freitzeitinitiative Bernau e.V., kritisieren die Diffamierung und Kriminalisierung des Inwole e.V. durch den Verfassungsschutz Brandenburg und der CDU im Dezember 2009.
Das Ziel, welches der Verfassungsschutz Brandenburg und Herr Petke (CDU Landtagsabgeordneter) mit den Vorwürfen gegenüber dem Inwole e.V. verfolgen bleibt spekulativ, ist aber zu erahnen:
Stellungnahme des Demokratisches JugendFORUM Brandenburg (DJB) e.V.
Der Verein zur Förderung innovativer Wohn- und Lebensformen – Inwole – ist seit seiner Gründung im Jahr 2003 ein engagiertes Mitglied des DJB e.V.. Der in Potsdam ansässige Verein betreibt verschiedene Projekte in dem von ihnen gemeinschaftlich erworbenen Haus. Dieses Haus, das vielmehr eine zerfallene Villa war, wird seither nach ökologischen Kriterien saniert und ausgebaut und mit den unterschiedlichsten Projekten und Initiativen gefüllt. Wer einmal im Projekthaus des Inwole war, der merkt schnell: hier geht es um Lebensträume, hier geht es um den Versuch, eine echte Alternative zu leben. Sozial und ökologisch gerecht.
Die Meldung vom 12.12.09 schockierte uns. Die PNN, eine bekannte regionale Tageszeitung in Potsdam, berichtete unter der Schlagzeile "Aufrufe zur Gewalt – gefördert von Bund und EU"[1]. Sie schreiben, dass der Brandenburger Verfassungsschutz vor dem Förderverein Inwole gewarnt werde, weil dieser angeblich zu Gewalt aufruft. Wir kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, als wir weiterlesen konnten: "Nach den Brandanschlägen auf Polizeiwachen in Berlin und Hamburg macht die autonome, linksextreme Szene jetzt auch in Potsdam mobil". Unser Wissen über den Verein und diese Anschuldigungen passten nicht zusammen, daher lasen wir die Quelle der Pressemitteilung: die Webseite des Brandenburger Verfassungsschutzes. Wir waren fassungslos.
Die Vorwürfe des Brandenburger Verfassungsschutzes
Am 19. und 20. Dezember 2009 findet im Dosto ein Wochenendseminar unter dem Titel "Provinz Party Politk" statt.
Bei diesem Seminar wird es unter anderem um folgende Themen gehen:
- Was ist Links?
- Warum Antifa?
- Wie kann ich Kritik äußern?
- Identität?
Außerdem wird es tolle Filme, großartige Musik und gutes Essen geben! Bei Bedarf wird auch ein Kreativ-Workshop angeboten.
Bitte 5 Euro Verpflegungsgeld mitbringen und kurze Anmeldung unter:
polit-ag[ät]dosto.de oder 03338/5590.
Prozess gegen rassistische Diskoschläger endete im Freispruch
Hasan K. wurde am 19. August 2007 vor dem Musikzelt in Bernau brutal zusammengeschlagen. Davor und dabei fielen rassistische Beschimpfungen wie „Scheiß Kanake“, „Scheiß Ausländer“. Mehr als zwei Jahre nach der Tat wurde nun, am 8. Oktober 2009, ein Urteil gegen die Angeklagten René L. und René S. verkündet. Die Bernauer Kontakt- und Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt, die den Prozess beobachtet hat und den Geschädigten seit 2007 betreut, ist enttäuscht über die Länge, den Verlauf und das Ergebnis des Prozesses.
Die Tat
In der Nacht des 19. August 2007 war Hasan K. im Musikzelt, einer Bernauer Disko, um gemeinsam mit Freund_innen zu feiern. Als er kurz nach draußen ging, wurde er durch René S. rassistisch beschimpft. Nach einem Wortgefecht schlugen S. und mindestens ein weiterer Täter auf Hasan ein. Die Schläge und Tritte verletzten ihn schwer. Auch als Hasan bewusstlos am Boden lag, traten die Täter weiter auf ihn ein. Ein Freund Hasans brachte ihn schließlich ins Krankenhaus. Kieferhöhlenbruch, Prellungen, Hämatome und ein heraus gebrochener Zahn wurden dort diagnostiziert. Mehrere Tage musste er im Krankenhaus behandelt werden, noch lange danach war er auf Grund der Verletzungen in ärztlicher Behandlung.
Der Prozess
Über zwei Jahre hinweg dauerte der Prozess. In fünf Verhandlungstagen hatte das Gericht versucht, den Tathergang und die Täterschaft der beiden Angeklagten zu klären.
Pressemitteilung der Jugendbildungs- und Freizeitinitiative
Heute hat uns eine Presseerklärung von Peter Vida (Freie Wähler, Unabhängige Fraktion der SVV) erreicht, in der Herr Vida den Jugendtreff DOSTO und seine Jugendlichen aufs Gröbste diffamiert. Jugendliche des Clubs werden von Herrn Vida beschuldigt „Plakatzerstörer“ und „Diebe“ zu sein. Außerdem meint er in unserem Jugendclub würde statt Jugendarbeit nur linksradikale Politik betrieben. Dies ist ganz einfach zu widerlegen und wir laden jede_n ein, sich selbst ein Bild zu verschaffen:
Die Jugendbildungs - und Freizeitinitiative Bernau e.V. ist der Trägerverein des Jugendtreff DOSTO – einem sozialen Zentrum, in dem sich junge Menschen engagieren.
Neben diversen Projekten wie dem handwerklichen „Do-it-Yourself“ , der kreativen Gestaltung (Siebdruck) oder Musikveranstaltung (auch Bandproberäume), haben wir eine Feuershow- und Artistikgruppe („Woush“), die auf diversen öffentlichen Festen und Veranstaltung auftritt. Wichtiger Bestandteil sind außerdem die politisch- historische Bildung, erlebnispädagogische Maßnahmen sowie geschlechtsspezifische Projekte. All diese Projekte bestehen auch in Kooperation mit Bernauer Schulen.
Gemeinsam mit verschiedenen Initiativen und Vereinen organisierten wir in den vergangenen Jahren Straßenparaden und Feste.